Grünpflege statt langer Debatten

CDU-Aktion

06.07.2013, 10:42 Uhr

Seit einigen Wochen pflegen Mitglieder der CDU Kreuzungen und Kreisverkehre in Telgte. Sie wollen damit ein Zeichen für das Ehrenamt setzen.

Über die Frage eines Spaßvogels, ob er etwas ausgefressen habe und daher Sozialstunden beim Bauhof ableisten müsse, kann Karl Berger selbst herzhaft lachen. Doch was für ihn und die anderen Mitglieder der CDU weitaus wichtiger ist, ist die positive Resonanz, die sie bislang auf ihre Grünpflegeaktion bekommen haben. „Ich habe immer wieder Autofahrer, die im Vorbeifahren den Daumen hochrecken oder mir aus dem geöffneten Fenster zurufen, dass sie die Aktion gut finden“, sagt Berger.

Im Rahmen der Aktion „775 Minuten Ehrenamt“ und vor dem Hintergrund des Stadtjubiläums hatte sich die CDU dazu entschlossen, im Bereich der Grünpflege aktiv zu werden. „Wir wollten damit auch ein Zeichen für ehrenamtliches Engagement setzen“, betont Christoph Boge. Alfred Bockelbeßmann wiederum wünscht sich, dass weitere Telgter von sich aus aktiv werden und etwa eine städtische Fläche vor der Haustür pflegen. „Viel wird bereits in diesem Bereich getan, dennoch ist mehr sicherlich wünschenswert“, sagt er.

Zwölf Mitglieder der CDU nehmen an dem Projekt teil, das über das gesamte Jahr angelegt ist. Gut 40 Stunden hat beispielsweise Karl-Heinz Greiwe bereits investiert. Alle 14 Tage samstags ist er regelmäßig mit dem Aufsitzmäher und anderen Gerätschaften unterwegs und pflegt etwa den Kreisverkehr an der Ecke Wolbecker Straße/Walter-Gropius-Straße.

Der Kreisel an der Alverskirchener Straße/Regerstraße, die Kreuzung bei Osthues-Brandhove, die Ecke Orkotten/Münstertor, das Telgter Ei sowie die Kreuzung B 51/Kiebitzpohl sind weitere Einsatzbereiche der Ehrenamtlichen.

Das Ziel der Aktion ist klar: „Wir sind der Meinung, dass gerade diese Stellen wichtige Einfallstore nach Telgte sind, die sauber und ordentlich aussehen sollten“, sagt Christoph Boge als Vorsitzender der Ortsunion. Dass es sich dabei teilweise um Bundes- und Kreisstraßen handele, und für die Pflege eigentlich der Stadt übergeordnete Stellen zuständig seien, sei dabei egal. Angelegt ist die Aktion für die Dauer des Jubiläumsjahres.

Quelle: Westfälische Nachrichten